Endspurt
Heute mache ich zu Beginn mal den „Quambusch“ und jammer über mich selbst. Denn Momentan, wo es immer mehr in Richtung Ende geht und damit die Party näher rückt, da wird mir bewusst, wie bescheuert ich eigentlich bin mich da dran beteiligt zu haben. Ich mein: Die Party hätte so, oder so stattgefunden. Lukas, einer meiner besten Freunde feiert seinen Geburtstag und den hätte er auch ohne meine Beteiligung an Organisation und Kosten gefeiert. Der Freundeskreis ist eh derselbe, also hätte ich am Samstag nur aus dem Flieger austeigen und dann erstmal ein stünchen ins Bett fallen lassen müssen. Stattdessen hat Mr. „Ich kann meine Nase nicht aus solchen Sachen rauslassen“ natürlich direkt mal seine Mit-Organisator-Rolle eingenommen, was bedeutet, dass ich den Rückkehr- Nachmittag mit dem Aufbau verbringen darf und am Abend dafür sorgen muss, dass alles seinen richtigen Gang geht. Als Entschädigung dafür, darf mein Konto leiden, ich mir schon Wochen vorher überlegen wer eingeladen wird, wer leider aus Kapazitätsmangel gestrichen werden muss und wie Getränke+Verpfelgung organisiert werden müssen. Die Location hab ich natürlich auch noch klar gemacht. Lukas ist allerdings der Chef des Ganzen, schließlich ist er vor Ort und trägt somit die Hauptverantwortung. Trotzdem ärgert es mich momentan schon sehr, dass ich mich nicht einfach raus gehalten habe, um dann Abends einfach als Gast aufgetreten zu können und mir mit den passenden Leuten endlich mal wieder mehrere gute Stauder Premium Pils zu gönnen.
Letzteres wird allerdings auch als Mit-Gastgeber definitiv passieren, da hält mich nichts von ab!
Das Leben ist im Übrigen momentan richtig schön. Fern ab von Gedanken an utopische NC-Werte für meine favorisierten Universitäten und der damit verbundenen Angst im Oktober ohne Studienplatz dazustehen, genieße ich gerade die Sonne Floridas in vollen Zügen. Mein Kumpel hier hat für seine Terrasse die wunderbare Anschaffung einer Gartenliege getätigt und diese ist seit gestern Abend mein Standartplatz. 32° und das typische Karibik-Klima tun ihr Übriges dazu, dass ich mich wie bereits angekündigt, nur zum Getränke und Essen holen erhebe. Ansonsten liege ich hier mit Buch oder Laptop und genieße den letzten Urlaub meines Auslandsjahres. Morgen werde ich Fabian, einen Zivi der über meine Organisation hier in Fort Lauderdale untergekommen ist, besuchen und Montag mit Kenny zum Hochseefischen rausfahren. Letzteres habe ich 2008 bereits einmal versucht und musste als urechte Landratte dem hohen Wellengang trotzdem- soll ich heißen: Ich hab die komplette Tour auf der anderen Seite des Boots gehangen. Für Montag ist aber tolles Wetter angesagt, so dass ich optimistisch bin, dieses Mal mindestens einen Schwertfisch aus dem Atlantik zu ziehen. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden
Am Mittwoch beginnen dann also die letzten 9 Tage in Michigan. Zeit absitzen ist bereits seit 1-2 Wochen angesagt und jetzt steht für kommendes Wochenende nur noch das große Schlussshopping an, dann ist Michigan für mich erst einmal Geschichte , auch wenn ich sicherlich eines Tages nochmal zurückkehren werde.
Bis nächste Woche, habt noch ein schönes Wochenende.
Euer Clemens
Impressionen aus dem Leben eines Genies
Verehrte Leserschaft, Sie haben hier den Blog eines Stars, eines der ganz großen Talente im deutschen Blogbusiness vor sich. Sie lesen den Blog des berühmten Maestro Boisseree, auch "Der große Weise" genannt.
Woher diese ungeheuerliche Selbstbeweihräucherung und der narzisstische Einleitungssatz? Leuute, ich habs geschafft. Spox-Blogschau Alter ey!
So, zurück zum Ernst und den wesentlichen Themen des täglichen Lebens. Die da für mich momentan wären: Wie sehr wird das Schlussshopping ausarten? Wie lange willst du täglich in Florida in der Sonne liegen? Wie bewertest du dieses USA-Jahr und wie überstehe ich die letzten Tage bis zur neuen Bundesliga/Pokal-Saison?
Die Fragen sind eigentlich alle recht simpel und die Antworten auch gut erträglich.
Ich werde mein großzügiges Budget ausgeben, auch wenn ein Großteil wohl für Mitbringsel draufgehen wird, um auch die wichtigsten Leute in meinem Leben zufrieden zu stellen. Letztlich wird es dann aber hoffentlich ausreichen, um meinen Kleiderschrank nach gefühlten Jahrzehnten mal komplett neu einzurichten.
In Florida werde ich nichts anderes tun als in der Sonne zu liegen, die in diesen 5 Tagen in völligem Überfluss auf den wunderbaren Bundesstaat der USA scheinen wird. Ich werde meinen Astralkörper nur zum Burger- und Bier holen und vielleicht für 3 Stunden Hochseefischen aus dem Liegestuhl erheben. Das muss dann aber auch wirklich reichen. Dieser letzte Urlaub meines Auslandsjahres wird von Nostalgie geprägt sein und ich werde mein zweites Zuhause nochmal in vollen Züge genießen bevor ich wohl längere Zeit nicht mehr in den Genuss von weißen Sandstränden, Sumpfgebieten und dem tollsten Gastvater der Welt wo gibt kommen werde. Ich erwähnte gerade schon mal das Wort "Nostalgie". Seitdem klar war, dass ich für 12 Monate nach Michigan gehen werde, war auch klar, das mich mein letzter Urlaub wieder dorthin bringen wird, wo vor ziemlich genau 4 Jahren der Wunsch eines US-Auslandsjahres erwachte. Einen großen Anteil daran hält mein ehemaliger Gastvater und heutiger Freund Ken, der mich 2006 während meiner Sprachreise in Fort Lauderdale aufnahm. Seitdem hat es mich insgesamt 4 Mal zur Rückkehr in den Sunshine-State getrieben, da die Kombination aus Gastfreundschaft und einer paradiesischen Region einfach zu verlockend war. Nun also ein letztes Mal South Florida, bevor es 2 Wochen später zurück ins Ruhrgebiet geht. Ein sehr gelungener Abschluss eines... Auslandsjahres.
Was uns umgehend zur einzigen Frage bringt, die ich heute noch offen lassen möchte. Zu sehr wiegen sich negative Erlebnisse mit positiven auf, zu sehr bin ich noch selber damit beschäftigt zu bewerten, wie ich diese 12 Monate USA nun finden soll. Deshalb verschiebe ich das Thema erstmal auf unbestimmte Zeit, die Antwort werde ich euch aber garantiert nicht vorenthalten.
Während ich heute die Homepage für unseren Fanclub endlich geupdated habe, überkam mich dann wieder einmal der dringliche Wunsch, schon morgen wieder mit Borussia Dortmund durchs Land zu fahren.Womit wir zum wichtigsten Thema des heutigen Beitrags zur Völkerverständigung (also meines Blogs) kommen. So wie ich weiß, dass es am heutigen Tag nur noch 21 Tage bis zum Abflug nach Deutschland sind, weiß ich, dass es auch "nur noch" 29 Tage bis zum ersten Pflichtspielauftritt der Borussia sind. Der sympathische BVB-Anhänger in Deutschland wird jetzt den Kopf schütteln, stöhnen und "sooo lange noch" seufzen und ich bin geneigt es ihm nach zu tun. 29 Tage, dat sind fast 1 Monat. Aber meine Situation ist da natürlich eine Andere. Nach 11 Monaten ohne richtigen Fußball erscheinen 29 Tage sooo nah und erreichbar. Ich bin fast geneigt jegliches Mitgefühl mit den leidenden Borussen in der Heimat zu vergessen und der Fifa zu danken, dass dieses Jahr WM war und der Saisonstart deshalb etwas später stattfinden wird. Wenig hätte mich mehr "angepisst" als beim ersten Saisonspiel der "Comeback"-Saison 10/11 noch in den Staaten zu hocken. So stehe ich momentan lediglich vor der Frage: Wie komm ich am 14.8. in Anbetracht des engen Zeitfensters, schließlich komme ich erst Freitagsabends um 23 Uhr aus Kopenhagen zurück, nach Niederbayern? Das wird alles etwas eng und stressig, doch Borussia wird mir schon den Weg nach Burghausen weisen und ich am Ziel meiner zwölfmonatigen Träume sein, sobald ich wieder im Block stehe und das erste Loblied auf den Ballspielverein singen kann. Amen!
Jetzt ist erstmal Wochenende, ich habe Lust heute Abend den Kühlschrank vom Bierinhalt zu befreien und mir dann morgen einen sehr schönen Tag an einer der angeblich schönsten Ecken Michigans zu machen. Mackinac Bridge heißt das Ziel der 3-stündigen Tour gen Norden bevor am Montag dann einer meiner letzten 12 Arbeitstage ansteht.
Alles Bestens hier drüben, ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
Euer Clemens