Boisseree'scher Blog
30Jul/100

Kann dann auch losgehen

So, meine Freunde!

Burghausen ist gebucht, die Karten bestellt, die Mitfahrer gefunden. Heute fange ich mit  dem Kofferpacken an, in 1 Woche geht's nach Hause, in 15 Tagen nach Burghausen.

Herr, lass diese Zeit schnell vergehen, denn ich bin so unendlich heiß auf den Saisonstart und die Tour mit den Jungs, dass lässt sich in Worten nicht beschreiben. Es wird Zeit das es wieder losgeht.

Heja BVB, auf eine geile Saison!

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29Jul/100

Gedanken

Mit ein bisschen zeitlicher Differenz zu den Geschehnissen des letzten Samstags möchte auch ich versuchen, meine Gedanken in Form dieses Artikels zum Ausdruck zu bringen.

2007 feierte meine Heimatstadt Essen eines der größten Feste der Stadtgeschichte, 1.2 Millionen Menschen (wenn es denn stimmt) amüsierten sich friedlich in der Innenstadt, ein Jahr später das gleiche Bild in Dortmund. Damit war die Loveparade erfolgreich im Ruhrgebiet angekommen, hatte aber auch seine beiden "Joker" gleich zum Anfang verspielt. Denn mit den genannten Städten wurden nicht nur die beiden größten Städte des Potts gleich zu beginn mit der Parade beglückt, sondern es wurden auch die besten infrastrukturellen Voraussetzungen des gesamten Ruhrgebiets vorgefunden. Sowohl die Varnhorststraßen als auch die B1 bieten genügend Platz für eine Veranstaltung wie die Loveparade.

Schon 2009 war es dann aber vorbei. Die Stadt Bochum entschied sich aufgrund von fehlenden Sicherheitsgarantien und einem geeigneten Veranstaltungsort die Parade abzusagen. Damals ernteten die Bochumer dafür von vielen Hohn und Spot und in der Phase muss man sich in Duisburg gedacht haben: "Das wird uns nicht passieren".

Die zweitgrößte Veranstaltung und somit ein Aushängeschild für die "Kulturhauptstadt 2010" sollte sie werden, die Loveparade in Duisburg.

Nun, wir alle kennen mittlerweile das Resultat. 21 Tote, über 500 Verletzte. Ich danke der höheren Macht im Himmel, dass keiner meiner Freunde oder Bekannten unter diesen Opfern zu finden ist und fast alle gesund nach Hause gekommen sind. Doch trotzdem bleibt das Entsetzen, die Wut, die Trauer über das Geschehene.

Normalerweise berühren mich Unglücke wie dieses nur gering, zu weit entfernt ist meistens die Distanz, zu unbeteiligt ich selbst oder meine Freunde und Familie.

Am Samstag war alles anders. Ich kam unwissend vom Stand zurück und sah beim betreten des Zimmers zahlreiche ICQ-Fenster auf meinem Laptop blinken. Ungewöhnlich, war ich doch gerade mal 3 Stunden weg gewesen. Beim öffnen der Nachrichten wurde dann schnell klar: Etwas ist passiert. "Hast du mitbekommen was auf der Loveparade passiert ist?" fragten mich die Meisten. "Nein, was ist los?" lautet meine Standartantwort, während ich gleichzeitig schon Tagesschau, derWesten und SPON aufrief. Dann die Frage: "Wer von uns ist vor Ort?" "Soweit scheinbar alle in Ordnung" die zunächst erlösende Nachricht. Letztlich musste lediglich ein Schulfreund meiner Schwester mit starken Prellungen ins Krankenhaus, der Rest war wohl auf.

Nun stellte sich die drängende Frage: Wieso? Tags zuvor war ich auf derwesten.de noch auf folgenden Artikel aufmerksam geworden, doch keine Sekunde hätte ich an ein solches Unglück gedacht. Wir sind schließlich Deutschland. Das Land der Bürokraten, der Organisatoren. Wir sind das Ruhrgebiet, die größte Metropole Europas, mit jahrelanger Erfahrung bei Großveranstaltungen, schließlich strömen jedes Wochenende alleine in Dortmund und Gelsenkirchen fast 200.000 in die Fußballstadien, die Loveparades vorher verliefen überwiegend problemlos und gerade erst waren 2 Millionen Leute beim „Stillleben“, ohne das es auch nur einen Verletzten gab.

Letztlich zieh ich für mich das erschreckende Fazit: Duisburg hat versagt, die Ruhr2010 hat versagt, die Organisatoren und vielleicht auch die Ordnungskräfte haben versagt.

Ein Gelände, ausgelegt für max. 350.000 Menschen, mit nur einem Eingang und der Erfahrung, dass die LP in der Vergangenheit weit über 1.000.000 Menschen angezogen hatte- da merkt selbst ein kleiner Junge, dass hier eigentlich kein Zusammenhang bestehen dürfte. Und doch war genau dies der Fall.

Das alte Bahngelände, schon dutzende Male bin ich selber mit der DB dran vorbeigefahren, wurde tatsächlich zum Veranstaltungsgelände für das größte Musikspektakel der Welt. Dazu der marode Duisburger-Hauptbahnhof und eine nicht wirklich vorhandene Innenstadt. Im Nachhinein erscheint es so klar, dass diese Stadt niemals ein solches Event hätte stemmen können.

Doch sie tat es, bzw. Duisburg versuchte es. Entgegen aller vorherigen Warnungen von Polizei, Feuerwehr und anderen Institutionen, zogen Veranstalter und die Stadt in Person von OB Sauerland das volle Programm durch, man wollte sich repräsentieren, zeigen, dass auch Duisburg eine Groß- und Teil der Kulturhauptstadt ist.

Das Resultat sind 21 junge Menschen die zum Feiern auszogen und nicht mehr nach Hause kamen. Tausende, die psychisch vom Unglück betroffen sind, hunderte, die körperlich durch die Panik am Tunnel in in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Duisburg, Ruhr2010 und alle Organisatoren dieses Events haben sich repräsentiert - als Versager und Mörder. Das Mindeste wäre jetzt, die Schuld einzugestehen. Doch selbst dazu haben Leute wie Adolf Sauerland oder Rainer Schaller nicht genug "Eier". Stattdessen verstecken sie sich hinter gegenseitigen Anschuldigen und Floskeln die in den Ohren der Hinterbliebenen und aller Betroffenen wie blanker Hohn klingen müssen.

Ihr solltet euch schämen!

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24Jul/100

Endspurt

Heute mache ich zu Beginn mal den „Quambusch“ und jammer über mich selbst. Denn Momentan, wo es immer mehr in Richtung Ende geht und damit die Party  näher rückt, da wird mir bewusst, wie bescheuert ich eigentlich bin mich da dran beteiligt zu haben. Ich mein: Die Party hätte so, oder so stattgefunden. Lukas, einer meiner besten Freunde feiert seinen Geburtstag und den hätte er auch ohne meine Beteiligung an Organisation und Kosten gefeiert. Der Freundeskreis ist eh derselbe, also hätte ich am Samstag nur aus dem Flieger austeigen und dann erstmal ein stünchen ins Bett fallen lassen müssen. Stattdessen hat Mr. „Ich kann meine Nase nicht aus solchen Sachen rauslassen“ natürlich direkt mal seine Mit-Organisator-Rolle eingenommen, was bedeutet, dass ich den Rückkehr- Nachmittag mit dem Aufbau verbringen darf und am Abend dafür sorgen muss, dass alles seinen richtigen Gang geht. Als Entschädigung dafür, darf mein Konto leiden, ich mir schon Wochen vorher überlegen wer eingeladen wird, wer leider aus Kapazitätsmangel gestrichen werden muss und wie Getränke+Verpfelgung organisiert werden müssen. Die Location hab ich natürlich auch noch klar gemacht. Lukas ist allerdings der Chef des Ganzen, schließlich ist er vor Ort und trägt somit die Hauptverantwortung. Trotzdem ärgert es mich momentan schon sehr, dass ich mich nicht einfach raus gehalten habe, um dann Abends einfach als Gast aufgetreten zu können und mir mit den passenden Leuten endlich mal wieder mehrere gute Stauder Premium Pils zu gönnen.

Letzteres wird allerdings auch als Mit-Gastgeber definitiv passieren, da hält mich nichts von ab!

Das Leben ist im Übrigen momentan richtig schön. Fern ab von Gedanken an utopische NC-Werte für meine favorisierten Universitäten und der damit verbundenen Angst im Oktober ohne Studienplatz dazustehen, genieße ich gerade die Sonne Floridas in vollen Zügen. Mein Kumpel hier hat für seine Terrasse die wunderbare Anschaffung einer Gartenliege getätigt und diese ist seit gestern Abend mein Standartplatz. 32° und das typische Karibik-Klima tun ihr Übriges dazu, dass ich mich wie bereits angekündigt, nur zum Getränke und Essen holen erhebe. Ansonsten liege ich hier mit Buch oder Laptop und genieße den letzten Urlaub meines Auslandsjahres. Morgen werde ich Fabian, einen Zivi der über meine Organisation hier in Fort Lauderdale untergekommen ist, besuchen und Montag mit Kenny zum Hochseefischen rausfahren. Letzteres habe ich 2008 bereits einmal versucht und musste als urechte Landratte dem hohen Wellengang trotzdem- soll ich heißen: Ich hab die komplette Tour auf der anderen Seite des Boots gehangen. Für Montag ist aber tolles Wetter angesagt, so dass ich optimistisch bin, dieses Mal mindestens einen Schwertfisch aus dem Atlantik zu ziehen. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden ;)

Am Mittwoch beginnen dann also die letzten 9 Tage in Michigan. Zeit absitzen ist bereits seit 1-2 Wochen angesagt und jetzt steht für kommendes Wochenende nur noch das große Schlussshopping an, dann ist Michigan für mich erst einmal Geschichte , auch wenn ich sicherlich eines Tages nochmal zurückkehren werde.

Bis nächste Woche, habt noch ein schönes Wochenende.

Euer Clemens

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20Jul/100

Krapohl Senior Center- Part 2

Noch knapp 3 Wochen ist das Krapohl Center mein Arbeitsplatz, ziemlich genau 11 Monate bin ich jetzt vor Ort, Zeit dem Center bzw. seine Senioren hier nochmal etwas Aufmerksamkeit zu verschaffen und euch mein Stammklientel der letzten 48 Wochen mal näher zu bringen.

Fangen wir zu nächst mit dem "Boss" an. Der Boss ist gleichzeitig Mutter-Ersatz und Ansprechperson für alle Fälle. Gayle ist seit Jahrzehnten die Direktorin des Senior Centers, ist aber eigentlich ausgebildete Lehrerin und hat auch in diesem Beruf lange gearbeitet. Vor 10 Jahren hat sie das Freiwilligen Programm in Mount Morris gestartet und ist seither enger Partner der Entsendeorganisation, über die ich meinen Weg in die Staaten gefunden habe. Sie stellt uns Freiwilligen seit 3 Jahren ein Haus und einen Wagen zur Verfügung. Außerdem habe ich mit ihr gemeinsamen einen Road-Trip an die Ostküste und die US-Hauptstadt Washington gemacht. Sie unterstützt und wirbt für das Austauschprogramm bei Konferenzen und schafft es so, eine große Hilfe für das Fortbestehen des Vereins zu sein. Außerdem ist Gayle für uns Freiwillige, wie schon oben gesagt, eine Art Ersatzmutter und die Kontaktperson für alle Fälle, so dass man sich mit  sämtlichen Problemen an sie wenden kann- wenn sie einen mag und umgekehrt! Ein freundlicher Gruß an Raffael und die Bande vom letzten Jahr an dieser Stelle ;)

Sharon ist zwar fast blind, aber trotzdem eine der engagiertesten Senioren und unglaublich gutherzig. Sie hilft, wo sie nur kann, hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen und eckt mit ihrem losen Mundwerk auch schon mal an. Das macht sie für mich zu einer meiner besten Freunde im Center, denn wir beide verstehen uns einfach sehr gut und helfen uns gegenseitig, wenn mal Arbeit im Center anfällt. Sie ist 65 und die beste Freundin von Judy.

Judy ist 67 und Busfahrerin des Krapohl Centers und außerdem ausgebildete Friseuse, was meine Haare sehr zu schätzen wissen. Ähnliche wie Sharon, ist Judy eine echte Frohnatur und versteht es immer wieder, das gesamte Center zum Lachen zu bringen. Beim berühmten Wii-Bowling-Turnier ist sie Serienmeisterin, außerdem der Medaillengarant des Centers bei den Senior Olympic Games. Judy ist außerdem begeisterte Golfer- und Anglerin, gerade das Golfen versucht sie seit einiger Zeit auch mir näher zu bringen, allerdings mit durchwachsenen Erfolg. Ich würde Judy durchaus als meine "Lieblingsseniorin" bezeichnen, da, sobald sie den Raum betritt, die Stimmung direkt hochgeht, außerdem hat sie einen super Freund (nicht Ehemann, davon hatte sie schon 4 ;) ).

Womit wir zu Tim kämen. Sein eigentlicher Name Timothy wird immer dann benutzt, wenn die beiden o.g. Frauen mal wieder etwas an ihm auszusetzen haben, was zu seinem Glück gar nicht soo häufig vorkommt. Gelegentliche Ausraster beim Bingo oder Bowling spielen mal ausgenommen, ist Tim eine sehr ruhige Natur, allerdings mit dem entschiedenen Vorteil, sehr sportbegeistert zu sein. So war er es, der mich davon überzeugen konnte, dass Football gar nicht soo langweilig ist und so verdanke ich ihm heute mein gesamtes Wissen über diesen Sport (zugegeben: Fußball, Eishockey und Basketball stehen immer noch  höher im Kurs). Tim hat, als er 5 Jahre alt war, bei einem Autounfall beide Beine verloren und sitzt seitdem im Rollstuhl, doch davon lässt er sich von keinerlei Aktivitäten abhalten. Neben Football ist das Fischen seine große Leidenschaft. Tim ist definitiv "my man"!

Norman ist mein Billard-Buddy! Seit Oktober bespielen wir fast jeden Morgen von 9 bis halb 12  den Pool-Tisch, außerdem hat er sich auch schon als Golf-Lehrer bei mir versucht. Beim Billard hatte er da definitiv mehr Erfolg, das musste auch er sich nach dem gefühlt tausendsten Fehlschlag eingestehen müssen. Ansonsten ist Norman schon alleine wegen seiner Körpergröße von rund 1.9m sympathisch und absoluter Auto/Oldtimerfan Er hat,drei wunderbare Exemplare amerikanischer Automobilkunst selber aufgemotzt hat, die er aber leider nur sehr selten fährt. Für den Alltag reicht da auch der BMW-5er, wie gesagt: Der Mann hat Geschmack!  Einziger negativer Aspekt: In seinen 76 Lebensjahren hat er es nie geschafft, sich ein Interesse an anderen Sportarten als Billard, Golf und Baseball an zueignen, von ihm kam während des WM-Eröffnungsspiels  die Frage: "Was für eine Sportart ist das da eigentlich, und wieso hört sich das an wie ein Schwarm Hummeln?"

Nora ist 85 Jahre alt und seit der Gründung des Centers aktiv dabei. Seit über 10 Jahren arbeitet sie im "Front Desk", also im Verwaltungs- und Begrüßungsbereich des Centers und gibt außerdem dreimal die Woche ein Fitness-Training für andere Senioren. Sie ist fast peinlich berührt, wenn sie andere Mitarbeiter des Centers bei deren Tätigkeiten unterbrechen muss oder mal eine Frage hat. Liebenswürdigkeit und Zuverlässigkeit in Person, so kann man Nora wohl am besten beschreiben. Eine wirklich enge Beziehung zu ihr hatte ich nie, aber sie ist einfach nett und gehört zum absoluten Inventar des Centers.

Charlotte ist unser Brummbär. Sie ist eigentlich immer etwas grummelig, aber absolut herzlich und einfach "echt". Wenn sie etwas stört, sagt sie es offen heraus!Wenn sie deine Hilfe braucht, erwartet sie, dass das sofort und auf der Stelle möglich ist! Auf der anderen Seite ist sie auch immer bereit, dir oder der Allgemeinheit zu helfen. Charlotte hat die lauteste Stimme aller unserer Seniorinnen, nutzt diese aber nicht nur zum Meckern, sondern auch sehr häufig zum Lachen- nur nicht wenn's um Bingo geht: da ist ihrer Meinung nach Ernsthaftigkeit angesagt und kein Platz für Späße. Es gibt eigentlich keinen Tag, an dem Charlotte nicht im Center ist, denn "irgendwas gibt es immer zu tun". Neben dem Dienst in der Küche, hilft sie also bei allen anderen gerade anfallenden Aufgaben und liefert sich mit Judy hoch emotionale Duelle beim Wii-Bowling.

Isabelle wird von mir nur Mrs. Card-Games genannt. Sie ist mit ihren 89 Jahren eine der ältesten "Stammsenioren", also jemand, der eigentlich jeden Tag anwesend ist. Ihre Zeit hier verbringt sie dann damit, alle nur erdenklichen Kartenspiele mit ihren Mit-Senioren zu spielen. Außerdem zieht sie die Bingo-Kugeln und war in der Vergangenheit wohl die "Sportmaschine" des Centers, mit zunehmenden Alter musste sie das leider aufgeben. Trotzdem nimmt sie noch an so ziemlich allen Aktivitäten teil und ist mit ihrer ruhigen, netten Art sehr sympathisch.

Stan ist der McGyver des Centers. Wann immer Probleme auftauchen ist Stan da und löst diese- irgendwie! Außerdem ist er Busfahrer und so ziemlich in alle Aktivitäten im Center involviert. Ein Detroiter-Orginal mit ziemlich starken Dialekt, aber unglaublicher Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft. Bei Stan kannst du mit allem ankommen, er weiß irgendeine Lösung, außerdem ist er ein lebendes GPS-System, zumindest, was die Region Flint-Detroit angeht. Er gehört zu unserer allmorgendlichen Billardrunde und ist großer Baseball-Fan.

Diese Frau hat sich gemacht! War Betty in den ersten Wochen noch aufgrund ihrer Garstig- und Dreistigkeit bei mir völlig unten durch, so hat sie sich seither immer mehr gemacht und ist mittlerweile eine meiner Lieblingsseniorinnen geworden. Zwar mag sie es immer noch, sich über alles mögliche zu beschweren, gleichzeitig ist sie aber super hilfsbereit und nett geworden. Ab und an mussman sie bremsen, damit sie nicht anderen Senioren die Augen auskratzt, gerade zwischen Norman und ihr kracht es beim Billardspielen das ein oder andere mal: Aber letztlich kann man wirklich sehr gut mit ihr auskommen, sobald man sie einmal kennt- und sie dich.

Kommen wir zu den zwei Pärchen, die ich seit meiner Ankunft so ziemlich jeden Tag um mich herum hatte.

Da wären zunächst mal Joe und Margret. Die Beiden sind jeden Tag im Center, beteiligen sich an fast allen Aktivitäten und arbeiten ansonsten freiwillig in der Küche bzw. der Center-Werkstatt. Joe ist einer meiner Billard-Partner, während Margret eher eine unserer Bowling-Experten ist. Zusätzlich gehört Joe zu den sport- verrücktesten Menschen, die ich hier kennen lernen durfte. Besonders beim Baseball kennt sich der Mann einfach aus und kann dir unglaublich viele, spannende Geschichten erzählen. Die beiden gehören ebenfalls zum "Inventar" und meinen Lieblingsmenschen hier, da sie beide ein großer Faktor für die nette Atmosphäre im Center sind.

Zu guter Letzt wären dann da noch Myriell und Edward. Während ich Ed immer etwas sonderbar finde, ist Myriell definitiv mein "Oma-Ersatz".  Neben Wäschefalten, Extras beim Mittagessen oder einfach guten Ratschlägen, erinnert mich besonders ihr stetiges Interesse an meinem Leben und das Erzählen aus ihrem Leben an meine Omas zu Hause. Das macht Spaß, und wenn sie mir jetzt noch ihr Taschengeld und Auto zur Verfügung stellen würde, wäre der Unterschied verschwindend gering. Aber, keine Sorge Oma (beide): Ihr bleibt die Besten ;) .

Das war also eine kleine Übersicht über einen Teil der Leute, die meinen täglichen Arbeitstag im Center mehr wie Freizeit wirken ließen und die dafür sorgten, dass der Arbeitsplatz eine Atmosphäre hatte, die wohl seinesgleichen sucht. Durch das Senior Center meines Mitbewohners hab ich hier eine gute Vergleichsmöglichkeit und kann mich nur glücklich schätzen, hier meinem Platz gefunden zu haben. Auch wenn nicht alles während der 12 Monate glatt gelaufen ist, so war das Center stets ein Platz, wo ich gerne war, viel Spaß hatte und letztlich einer der Hauptgründe war, dass ich dieses Jahr so durchgestanden habe.

Ich hoffe, ich konnte die Ansprüche der älteren Leserschaft an diesen Beitrag (um den mich die betroffenen Personen mehrmals bitten mussten) erfüllen konnte und wünsche euch noch eine schöne Restwoche und ein schönes Wochenende. Ich werde mich wohl aus Florida wieder zu Wort melden.

Euer Clemens

Noch knapp 3 Wochen ist das Krapohl Center mein Arbeitsplatz, ziemlich genau 11 Monate bin ich jetzt vor Ort, Zeit dem Center bzw. seine Senioren hier nochmal etwas Aufmerksamkeit zu verschaffen und euch mein Stammklientel der letzten 48 Wochen mal näher zu bringen.

Fangen wir zu nächst mit dem "Boss" an. Der Boss ist gleichzeitig Mutter-Ersatz und Ansprechperson für alle Fälle. Gayle ist seit Jahrzehnten die Direktorin des Senior Centers, ist aber eigentlich ausgebildete Lehrerin und hat auch in diesem Beruf lange gearbeitet. Vor 10 Jahren hat sie das Freiwilligen Programm in Mount Morris gestartet und ist seither enger Partner der Entsendeorganisation, über die ich meinen Weg in die Staaten gefunden habe. Sie stellt uns Freiwilligen seit 3 Jahren ein Haus und einen Wagen zur Verfügung. Außerdem habe ich mit ihr gemeinsamen einen Road-Trip an die Ostküste und die US-Hauptstadt Washington gemacht. Sie unterstützt und wirbt für das Austauschprogramm bei Konferenzen und schafft es so, eine große Hilfe für das Fortbestehen des Vereins zu sein. Außerdem ist Gayle für uns Freiwillige, wie schon oben gesagt, eine Art Ersatzmutter und die Kontaktperson für alle Fälle, so dass man sich mit  sämtlichen Problemen an sie wenden kann- wenn sie einen mag und umgekehrt! Ein freundlicher Gruß an Raffael und die Bande vom letzten Jahr an dieser Stelle ;)

Sharon ist zwar fast blind, aber trotzdem eine der engagiertesten Senioren und unglaublich gutherzig. Sie hilft, wo sie nur kann, hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen und eckt mit ihrem losen Mundwerk auch schon mal an. Das macht sie für mich zu einer meiner besten Freunde im Center, denn wir beide verstehen uns einfach sehr gut und helfen uns gegenseitig, wenn mal Arbeit im Center anfällt. Sie ist 65 und die beste Freundin von Judy.

Judy ist 67 und Busfahrerin des Krapohl Centers und außerdem ausgebildete Friseuse, was meine Haare sehr zu schätzen wissen. Ähnliche wie Sharon, ist Judy eine echte Frohnatur und versteht es immer wieder, das gesamte Center zum Lachen zu bringen. Beim berühmten Wii-Bowling-Turnier ist sie Serienmeisterin, außerdem der Medaillengarant des Centers bei den Senior Olympic Games. Judy ist außerdem begeisterte Golfer- und Anglerin, gerade das Golfen versucht sie seit einiger Zeit auch mir näher zu bringen, allerdings mit durchwachsenen Erfolg. Ich würde Judy durchaus als meine "Lieblingsseniorin" bezeichnen, da, sobald sie den Raum betritt, die Stimmung direkt hochgeht, außerdem hat sie einen super Freund (nicht Ehemann, davon hatte sie schon 4 ;) ).

Womit wir zu Tim kämen. Sein eigentlicher Name Timothy wird immer dann benutzt, wenn die beiden o.g. Frauen mal wieder etwas an ihm auszusetzen haben, was zu seinem Glück gar nicht soo häufig vorkommt. Gelegentliche Ausraster beim Bingo oder Bowling spielen mal ausgenommen, ist Tim eine sehr ruhige Natur, allerdings mit dem entschiedenen Vorteil, sehr sportbegeistert zu sein. So war er es, der mich davon überzeugen konnte, dass Football gar nicht soo langweilig ist und so verdanke ich ihm heute mein gesamtes Wissen über diesen Sport (zugegeben: Fußball, Eishockey und Basketball stehen immer noch  höher im Kurs). Tim hat, als er 5 Jahre alt war, bei einem Autounfall beide Beine verloren und sitzt seitdem im Rollstuhl, doch davon lässt er sich von keinerlei Aktivitäten abhalten. Neben Football ist das Fischen seine große Leidenschaft. Tim ist definitiv "my man"!

Norman ist mein Billard-Buddy! Seit Oktober bespielen wir fast jeden Morgen von 9 bis halb 12  den Pool-Tisch, außerdem hat er sich auch schon als Golf-Lehrer bei mir versucht. Beim Billard hatte er da definitiv mehr Erfolg, das musste auch er sich nach dem gefühlt tausendsten Fehlschlag eingestehen müssen. Ansonsten ist Norman schon alleine wegen seiner Körpergröße von rund 1.9m sympathisch und absoluter Auto/Oldtimerfan Er hat,drei wunderbare Exemplare amerikanischer Automobilkunst selber aufgemotzt hat, die er aber leider nur sehr selten fährt. Für den Alltag reicht da auch der BMW-5er, wie gesagt: Der Mann hat Geschmack!  Einziger negativer Aspekt: In seinen 76 Lebensjahren hat er es nie geschafft, sich ein Interesse an anderen Sportarten als Billard, Golf und Baseball an zueignen, von ihm kam während des WM-Eröffnungsspiels  die Frage: "Was für eine Sportart ist das da eigentlich, und wieso hört sich das an wie ein Schwarm Hummeln?"

Nora ist 85 Jahre alt und seit der Gründung des Centers aktiv dabei. Seit über 10 Jahren arbeitet sie im "Front Desk", also im Verwaltungs- und Begrüßungsbereich des Centers und gibt außerdem dreimal die Woche ein Fitness-Training für andere Senioren. Sie ist fast peinlich berührt, wenn sie andere Mitarbeiter des Centers bei deren Tätigkeiten unterbrechen muss oder mal eine Frage hat. Liebenswürdigkeit und Zuverlässigkeit in Person, so kann man Nora wohl am besten beschreiben. Eine wirklich enge Beziehung zu ihr hatte ich nie, aber sie ist einfach nett und gehört zum absoluten Inventar des Centers.

Charlotte ist unser Brummbär. Sie ist eigentlich immer etwas grummelig, aber absolut herzlich und einfach "echt". Wenn sie etwas stört, sagt sie es offen heraus!Wenn sie deine Hilfe braucht, erwartet sie, dass das sofort und auf der Stelle möglich ist! Auf der anderen Seite ist sie auch immer bereit, dir oder der Allgemeinheit zu helfen. Charlotte hat die lauteste Stimme aller unserer Seniorinnen, nutzt diese aber nicht nur zum Meckern, sondern auch sehr häufig zum Lachen- nur nicht wenn's um Bingo geht: da ist ihrer Meinung nach Ernsthaftigkeit angesagt und kein Platz für Späße. Es gibt eigentlich keinen Tag, an dem Charlotte nicht im Center ist, denn "irgendwas gibt es immer zu tun". Neben dem Dienst in der Küche, hilft sie also bei allen anderen gerade anfallenden Aufgaben und liefert sich mit Judy hoch emotionale Duelle beim Wii-Bowling.

Isabelle wird von mir nur Mrs. Card-Games genannt. Sie ist mit ihren 89 Jahren eine der ältesten "Stammsenioren", also jemand, der eigentlich jeden Tag anwesend ist. Ihre Zeit hier verbringt sie dann damit, alle nur erdenklichen Kartenspiele mit ihren Mit-Senioren zu spielen. Außerdem zieht sie die Bingo-Kugeln und war in der Vergangenheit wohl die "Sportmaschine" des Centers, mit zunehmenden Alter musste sie das leider aufgeben. Trotzdem nimmt sie noch an so ziemlich allen Aktivitäten teil und ist mit ihrer ruhigen, netten Art sehr sympathisch.

Stan ist der McGyver des Centers. Wann immer Probleme auftauchen ist Stan da und löst diese- irgendwie! Außerdem ist er Busfahrer und so ziemlich in alle Aktivitäten im Center involviert. Ein Detroiter-Orginal mit ziemlich starken Dialekt, aber unglaublicher Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft. Bei Stan kannst du mit allem ankommen, er weiß irgendeine Lösung, außerdem ist er ein lebendes GPS-System, zumindest, was die Region Flint-Detroit angeht. Er gehört zu unserer allmorgendlichen Billardrunde und ist großer Baseball-Fan.

Diese Frau hat sich gemacht! War Betty in den ersten Wochen noch aufgrund ihrer Garstig- und Dreistigkeit bei mir völlig unten durch, so hat sie sich seither immer mehr gemacht und ist mittlerweile eine meiner Lieblingsseniorinnen geworden. Zwar mag sie es immer noch, sich über alles mögliche zu beschweren, gleichzeitig ist sie aber super hilfsbereit und nett geworden. Ab und an mussman sie bremsen, damit sie nicht anderen Senioren die Augen auskratzt, gerade zwischen Norman und ihr kracht es beim Billardspielen das ein oder andere mal: Aber letztlich kann man wirklich sehr gut mit ihr auskommen, sobald man sie einmal kennt- und sie dich.

Kommen wir zu den zwei Pärchen, die ich seit meiner Ankunft so ziemlich jeden Tag um mich herum hatte.

Da wären zunächst mal Joe und Margret. Die Beiden sind jeden Tag im Center, beteiligen sich an fast allen Aktivitäten und arbeiten ansonsten freiwillig in der Küche bzw. der Center-Werkstatt. Joe ist einer meiner Billard-Partner, während Margret eher eine unserer Bowling-Experten ist. Zusätzlich gehört Joe zu den sport- verrücktesten Menschen, die ich hier kennen lernen durfte. Besonders beim Baseball kennt sich der Mann einfach aus und kann dir unglaublich viele, spannende Geschichten erzählen. Die beiden gehören ebenfalls zum "Inventar" und meinen Lieblingsmenschen hier, da sie beide ein großer Faktor für die nette Atmosphäre im Center sind.

Zu guter Letzt wären dann da noch Myriell und Edward. Während ich Ed immer etwas sonderbar finde, ist Myriell definitiv mein "Oma-Ersatz".  Neben Wäschefalten, Extras beim Mittagessen oder einfach guten Ratschlägen, erinnert mich besonders ihr stetiges Interesse an meinem Leben und das Erzählen aus ihrem Leben an meine Omas zu Hause. Das macht Spaß, und wenn sie mir jetzt noch ihr Taschengeld und Auto zur Verfügung stellen würde, wäre der Unterschied verschwindend gering. Aber, keine Sorge Oma (beide): Ihr bleibt die Besten ;) .

Das war also eine kleine Übersicht über einen Teil der Leute, die meinen täglichen Arbeitstag im Center mehr wie Freizeit wirken ließen und die dafür sorgten, dass der Arbeitsplatz eine Atmosphäre hatte, die wohl seinesgleichen sucht. Durch das Senior Center meines Mitbewohners hab ich hier eine gute Vergleichsmöglichkeit und kann mich nur glücklich schätzen, hier meinem Platz gefunden zu haben. Auch wenn nicht alles während der 12 Monate glatt gelaufen ist, so war das Center stets ein Platz, wo ich gerne war, viel Spaß hatte und letztlich einer der Hauptgründe war, dass ich dieses Jahr so durchgestanden habe.

Ich hoffe, ich konnte die Ansprüche der älteren Leserschaft an diesen Beitrag (um den mich die betroffenen Personen mehrmals bitten mussten) erfüllen konnte und wünsche euch noch eine schöne Restwoche und ein schönes Wochenende. Ich werde mich wohl aus Florida wieder zu Wort melden.

Euer Clemens

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16Jul/100

Impressionen aus dem Leben eines Genies

Verehrte Leserschaft, Sie haben hier den Blog eines Stars, eines der ganz großen Talente im deutschen Blogbusiness vor sich. Sie lesen den Blog des berühmten Maestro Boisseree, auch "Der große Weise"   genannt.

Woher diese ungeheuerliche Selbstbeweihräucherung und der narzisstische Einleitungssatz? Leuute, ich habs geschafft. Spox-Blogschau Alter ey!

So, zurück zum Ernst  und den wesentlichen Themen des täglichen Lebens. Die da für mich momentan wären: Wie sehr wird das Schlussshopping ausarten? Wie lange willst du täglich in Florida in der Sonne liegen? Wie bewertest du dieses USA-Jahr und wie überstehe ich die letzten Tage bis zur neuen Bundesliga/Pokal-Saison?

Die Fragen sind eigentlich alle recht simpel und die Antworten auch gut erträglich.

Ich werde mein großzügiges Budget ausgeben, auch wenn ein Großteil wohl für Mitbringsel draufgehen wird, um auch die wichtigsten Leute in meinem Leben zufrieden zu stellen. Letztlich wird es dann aber hoffentlich ausreichen, um meinen Kleiderschrank nach gefühlten Jahrzehnten mal komplett neu einzurichten.

In Florida werde ich nichts anderes tun als in der Sonne zu liegen, die in diesen 5 Tagen in völligem Überfluss auf den wunderbaren Bundesstaat der USA scheinen wird. Ich werde meinen Astralkörper nur zum Burger- und Bier holen und vielleicht für 3 Stunden Hochseefischen aus dem Liegestuhl erheben. Das muss dann aber auch wirklich reichen. Dieser letzte Urlaub meines Auslandsjahres wird von Nostalgie geprägt sein und ich werde mein zweites Zuhause nochmal in vollen Züge genießen bevor ich wohl längere Zeit nicht mehr in den Genuss von weißen Sandstränden, Sumpfgebieten und dem tollsten Gastvater der Welt wo gibt kommen werde. Ich erwähnte gerade schon mal das Wort "Nostalgie". Seitdem klar war, dass ich für 12 Monate nach Michigan gehen werde, war auch klar, das mich mein letzter Urlaub wieder dorthin bringen wird, wo vor ziemlich genau 4 Jahren der Wunsch eines US-Auslandsjahres erwachte. Einen großen Anteil daran hält mein ehemaliger Gastvater und heutiger Freund Ken, der mich 2006 während meiner Sprachreise in Fort Lauderdale aufnahm. Seitdem hat es mich insgesamt 4 Mal zur Rückkehr in den Sunshine-State getrieben, da die Kombination aus Gastfreundschaft und einer paradiesischen Region einfach zu verlockend war. Nun also ein letztes Mal South Florida, bevor es 2 Wochen später zurück ins Ruhrgebiet geht. Ein sehr gelungener Abschluss eines... Auslandsjahres.

Was uns umgehend zur einzigen Frage bringt, die ich heute noch offen lassen möchte. Zu sehr wiegen sich negative Erlebnisse mit positiven auf, zu sehr bin ich noch selber damit beschäftigt zu bewerten, wie ich diese 12 Monate USA nun finden soll. Deshalb verschiebe ich das Thema erstmal auf unbestimmte Zeit, die Antwort werde ich euch aber garantiert nicht vorenthalten.

Während ich heute die Homepage für unseren Fanclub endlich geupdated habe, überkam mich dann wieder einmal der dringliche Wunsch, schon morgen wieder mit Borussia Dortmund durchs Land zu fahren.Womit wir zum wichtigsten Thema  des heutigen Beitrags zur Völkerverständigung (also meines Blogs) kommen. So wie ich weiß, dass es am heutigen Tag nur noch 21 Tage bis zum Abflug nach Deutschland sind, weiß ich, dass es auch "nur noch" 29 Tage bis zum ersten Pflichtspielauftritt der Borussia sind. Der sympathische BVB-Anhänger in Deutschland wird jetzt den Kopf schütteln, stöhnen und "sooo lange noch" seufzen und ich bin geneigt es ihm nach zu tun. 29 Tage, dat sind fast 1 Monat. Aber meine Situation ist da natürlich eine Andere. Nach 11 Monaten ohne richtigen Fußball erscheinen 29 Tage sooo nah und erreichbar. Ich bin fast geneigt jegliches Mitgefühl mit den leidenden Borussen in der Heimat zu vergessen und der Fifa zu danken, dass dieses Jahr WM war und der Saisonstart deshalb etwas später stattfinden wird. Wenig hätte mich mehr "angepisst" als beim ersten Saisonspiel der "Comeback"-Saison 10/11 noch in den Staaten zu hocken. So stehe ich momentan lediglich vor der Frage: Wie komm ich am 14.8. in Anbetracht des engen Zeitfensters, schließlich komme ich erst Freitagsabends um 23 Uhr aus Kopenhagen zurück, nach Niederbayern? Das wird alles etwas eng und stressig, doch Borussia wird mir schon den Weg nach Burghausen weisen und ich am Ziel meiner zwölfmonatigen Träume sein, sobald ich wieder im Block stehe und das erste Loblied auf den Ballspielverein singen kann. Amen!

Jetzt ist erstmal Wochenende, ich habe Lust heute Abend den Kühlschrank vom Bierinhalt zu befreien und mir dann morgen einen sehr schönen Tag an einer der angeblich schönsten Ecken Michigans zu machen. Mackinac Bridge heißt das Ziel der 3-stündigen Tour gen Norden bevor am Montag dann einer meiner letzten 12 Arbeitstage ansteht.

Alles Bestens hier drüben, ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

Euer Clemens

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12Jul/105

Ein ganz besonderer Wahnsinn

...oder der Beginn großer Langeweile?

Worüber ich hier sinniere ist DAS Thema in der US-Sportlandschaft im Sommer 2010.

Ich bin ja bekanntlich nicht nur Fußball-Verrückt, sondern verfolge auch mit Begeisterung die nordamerikanische Basketballliga „NBA“. Dort stand in den letzten Wochen die s.g. „Fee-Agent-Phase“ an, d.h. Spieler, deren Verträge auslaufen, können sich neuen Teams anschließen oder auch einfach nur ihren Vertrag verlängern. Die kommenden Zeilen sind leider nur noch etwas für Leute, die sich zu mindestens rudimentär mit dem US-Basketball auskennen, da andauerndes Erklären den Text wirklich unleserlich machen würde.

Es ist also wirklich passiert, die NBA hat ein neues „Team-to-beat“. Schuld daran sind 3 Herren, die allesamt zu den Besten im Basketballgeschäft zählen. Da entschieden sich also zunächst die größte Rastalocke Kanadas, Chris Bosh und wenige Stunde später auch D.Wade in Miami zu unterschreiben, nur um am Donnerstag dann auch noch Zuwachs von einem der dominantesten Baller des 21.Jahrhunderts zu bekommen. Seine "Majestät" Lebron James kündigte in einer eigenes für ihn von Amerikas Sportsender Nr.1 anberaumten Sondersendung an, den beiden All-Stars in den kommenden 5 Jahren Gesellschaft am South Beach leisten zu wollen.

Und hier fragt sich dann der geneigte NBA-Basketball-Fan: Wie geht das? Wie kann es sein, dass sich ein Team die drei begehrtesten Free-Agents des Sommers leisten und das trotz Salary-Cap? Die Antwort ist recht einfach: Man nehme eine schöne Stadt im südlichsten Staat der USA der mit Prominenz nur so voll gestopft ist, ein komplett leer geräumtes Team und einen der fähigsten Präsidenten im Buisness. Diese Kombination führte letztlich dazu, dass die Miami Heat für die kommende Saison knapp 45 ihrer zur Verfügung stehenden 58 Millionen $ für die drei Megastars Wade, Bosh und James ausgeben werden und die restlichen Scheine an 10 Rollenspieler verteilen werden.

Die Boston Celtics schafften es 2008 durch die Transfers von Kevin Garnett und Ray Allen als Ergänzung zu Paul Pierce von jetzt auf gleich zu einem der besten Teams der darauf folgenden Jahre zu werden. Gleichzeitig hatte der Osten es erstmals seit Jahren wieder geschafft einen richtigen Titelanwärter gegen die bis dahin deutlich stärkeren Westteams zu stellen.

Dieser Trend erreicht mit den Bosh/James-Deal einen vorläufigen Höhepunkt. Die alternden Celtics, Heat-Rivale Orlando Magic und nicht zuletzt die aufstrebenden Atlanta Hawks, welche Topstar Joe Johnson entgegen aller Erwartungen halten konnten, werden den Heat das Leben und den Kampf um die von allen erwartete Krone schwer machen. Nichts desto trotz dürfte der Titel in den kommenden Jahr mehr als nur einmal nach South Florida gehen. Einige Experten prognostizieren zwar schwere Zeiten aufgrund des engen Gehaltsspielraums und der Uneingespieltheit des Teams, aber seien wir doch mal ehrlich: Sowohl Bosh als auch James sind bislang ohne Titel, für Wade dürfte sich seit dem beiden Neuen da sind wie im Himmel auf Erden führen und alle 3 wird der Hunger nach sportlichen Erfolg antreiben. Hinzu kommt ein absolut fähiges Management welches es verstehen wird, einen guten Mix aus jungen Talenten und erfahrenen Veteranen um die 3 Alphatiere zu scharren. Namen wie Mike Miller, Deshwan Butler oder Derek Fisher lassen da viel Gutes mutmaßen und dürften der Konkurrenz langsam wirklich unangenehm werden. Gerade ein weitere Transfercoup mit Fisher könnte sich als Goldwert erweisen, weiß der gute Derek doch, wie man mit Stars Titel gewinnt, Kobe Bryant kann ein Lied davon singen.

Die gerade bereits angesprochene Konkurrenz wird sich also in den kommenden Monaten damit beschäftigen müssen, wie sie es anstellen, die Heat in einer Best-of 7 Serie schlagen zu können. Das Team mag Defensiv nicht allzu überragend sein, aber bei einem Punktedurchschnitt knapp unter 80 allein durch das Triumvirat sollte es geradezu unmöglich machen, dieses Team dauerhaft wirklich ausschalten zu können.

Lasst uns daher einen Blick auf die Titel-Konkurrenz für die kommende Saison werfen.

Im Osten dürften wie oben schon erwähnt die Celtics, Orlando,Atlanta und als Neuerscheinung die Bulls aus Chicago zu den 4 größten Konkurrenten um den Topplatz werden. Während bei den Magics alles unverändert zu bleiben scheint(außer das mit Duhon eine Ergänzung auf der Spielmacher Position getätigt wurde), haben sich die Celtics Jermaine O'Neal aus Miami geschnappt und auch die Zusammenarbeit mit Ray Allen um 2 Jahre verlängert. Bleibt abzuwarten, ob das alternde Team es nochmal schafft, sich mit purem Willen bis in die Finals zu kämpfen. Die Hawks konnten ihr Team beisammen halten, welches sich nächste Saison durch die Playoff- Erfahrung nochmal weiterentwickelt präsentieren wird und es vielleicht sogar bis in die Conference-Finals schaffen kann? Die Bulls haben mit Carlos Boozer einen Weltklasse-Mann für die großen Positionen geholt, welcher gemeinsam mit Joakim Noah für die nötige Offensiv- und besonders Defensivqualitäten unter dem Korb sorgen wird. Sollte Derrick Rose seine All-Star-Leistungen noch mehr in Richtung MVP-Form steigern können, wird es eine große Saison für MJ's alte Franchise.

Bitter dürfte die Off-Season schon jetzt für die Cleveland Caveliers gewesen sein. Diese verlieren mit Lebron James nicht nur das jahrelange Idol der Stadt und ihren Anführer, sondern auch den Status des Mitfavoriten auf den Titel. Das momentane Team ist bestenfalls Durchschnitt, die Führungsspieler dürften Mo Williams und Jamison sein, doch ob das überhaupt für einen Run in die Playoffs reicht darf bezweifelt werden. Ebenso enttäuschend verlief die Free-Agent-Phase in New York. Sowohl die Nets als auch die Knicks konnten kaum einen besonderen Deal machen, immerhin haben sich die Knickerbocker die Dienste Amare Stoudemaire's sichern können und starten somit wenigstens mit einem Top-Star der Liga in die kommende Saison. Die Nets hingegen gingen komplett leer aus und stehen erneut mit einem sehr rustikalen Kader da. Beide Franchises müssen nun den freien Platz unterm Salary-Cap dazu nutzen um wenigstens ein schlagkräftiges Team für die kommende Saison zu bilden und 2011 einen neuen Anlauf wagen. Dann sind u.a. Tony Parker, Carmelo Anthony oder Yao Ming zu haben.

Der Westen verliert zunehmend an Qualität, auch wenn die dichte der Playoff-Anwärter immer noch beachtlich lang ist.

Phoenix hat Stoudemaire nach New York verloren, wo dieser kommende Saison wohl ein armseliges Dasein als alleiniger Star leben wird. Damit dürften die Suns aus dem ernstzunehmenden Kreis der Lakers- Konkurrenten ausgeschieden sein und das trotz der Verpflichtung von Hedo Turkoglu und Josh Childress. Ähnliches gilt für die Utah Jazz, wobei diese mit Williams und einigen guten Rollenspielern noch stärker einzuschätzen sind als die Suns. Portland dürfte ein ernsthafter Anwärter für die vorderen Platzierungen sein, sollte Greg Oden endlich das tun wofür er an Position 1 gedraftet wurde, nämlich Rebounden, Blocken und Scoren! Ansonsten wird es für das Team um Brandon Roy wieder schwer mehr als Runde 1 in den Playoffs zu erreichen. Das Dirk Werner Nowitzki erneut bei den Dallas Mavericks verlängert hat ist zwar keine Überraschung aber mindestens eine Enttäuschung. Hiermit dürfte er wohl seine letzte Chance vertan haben, doch nochmal um die Meisterschaft zu spielen. Dallas hat keinen Gehaltsspielraum um vernünftige Mitspieler für Dirk zu bekommen und das aktuellen Team bietet einfach nicht die Konstanz welche nötig ist, um wirklich Titelanwärter sein zu können. Da helfen auch Marc Cubans ständige Versprechungen, für Verstärkung sorgen zu wollen nichts. Bleiben die Denver Nuggets, Oklahoma, die Ekel-Spurs und natürlich Kobe Bryant's Lakers. Während die Nuggets erneute Kandidat für die Conference Finals sind, so Carmelo Anthoney und Billups es vermögen das Team mit passenden Leistungen zu führen, sind die Schalker der NBA, die San Antonio Spurs nächstes Jahr wohl eher schwächer einzuschätzen. Tim Duncan erreicht langsam seinen Zenit, um Jefferson halten sich Trade-Gerüchte und Manu Ginoboli muss endlich mal wieder eine komplette Saison spielen um dem Team wirklich helfen zu können. Bleibt Tony Parker der wohl seine letzte Saison für die Spurs spielen wird, denn schon jetzt werben Teams wie die Knicks aufdringlich um die Dienste des 2011-2012er Free-Agent. Aus in Runde 1 für die miestgehasste Franchise im Basketball und das zu Recht! Oklahoma sollte nächstes Jahr wieder einen Schritt nach vorne machen. Das junge Team um Kevin Durant begeisterte letzte Saison mit Fastbreak-Basketball und offensiv- Spektakel. Können die Jungs ihre Leistungen stabilisieren und nicht direkt in Runde 1 wieder auf die Lakers treffen ist alles bis zu den Conference Finals drin. Dann ist Schluss, denn hier warten eben diese Los Angeles Lakers. Das Team hat mit Steve Blake eine weitere sinnvolle Ergänzung auf den kleinen Positionen vorgenommen und dem Kader somit (noch) mehr Tiefe verpasst. Sollte Fisher wirklich in Richtung Miami abwandern, steht mit Raymond Felton aus Charlotte bereits ein potentieller Nachfolger bereit. Der Free-Agent wartet laut ESPN nur noch auf Fisher's Entscheidung, um anschließend entweder in New York, North Carolina oder eben in LA zu unterschreiben. Egal ob mit dem erfahren Fisher oder dem junge, aufstrebende Felton als Spielmacher: Durch Kobe, Ron Artest, Gasol und Bynum steht das Gerüst, welches im Westen für alle Fälle zu Platz 1 reichen sollte. Zusätzlich sind die Hollywood-Baller mit Ergänzungen wie Blake, Brown oder Odem auch auf der Bank das stärkste Team (der Liga).

Das Duell der kommenden Jahre dürfte somit nach diesem Sommer wohl Lakers gegen Heat heißen und es wird spannend sein zu sehen, ob der selbst ernannte "König" Lebron es endlich schafft, Kobe auch nur annähernd Konkurrenz machen zu können.

Eins steht für die Amerikaner und auch mich nach diesem Sommer fest: Lebron James wird niemals einen ähnlichen Status wie Kobe, Jordan oder Magic erreichen, denn diese Hall of Famer hatten es nie nötig erst das Team wechseln zu müssen um Erfolg zu haben. Lebron's Wechsel kommt einer Flucht gleich und der kommende Erfolg wird ihm in den Staaten niemals gleichwertig mit den Siegen der o.g. Spieler anerkannt werden. James hat den einfachsten aller möglichen Wege gewählt und dabei viele Menschen die ihn jahrelang gefeiert haben bitter enttäuscht. So etwas mag der US-Sportfan nicht, besonders nicht, wenn man sich wie Lebron für einen so außergewöhnlichen Basketballer hält.

Ob seine Majestät den neuen Hofstaat überhaupt nach seinen Vorstellungen regieren kann, dass wir eines der spannenden Themen für die kommenden Monate. Schließlich dürften auch Bosh und besonders der bisherige „König von South Beach“ Dwyane Wade ihre Ansprüche auf den Thron deutlich zum Ausdruck bringen.

Die eigentliche Saison beginnt zwar erst im Herbst, doch dieser NBA-Sommer hält bislang was er lange versprochen hat. Hoffentlich nimmt sich die kommende Spielzeit ein Beispiel und verwöhnt uns mit Spannung statt der ätzenden Langweile der letzten Playoffs.

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7Jul/100

Das gefühlte Borussia-Spiel

In 38 Tagen geht’s endlich wieder los. Pflichtspiele mit Borussia, Pokal-Spiel in Niederbayern und dann eine Woche später wartet der „Mischa“ und die Pillendreher aus Leverkusen im Westfalenstadion. Der Gedanke daran erfüllt mich mit solcher Vorfreude, da kann selbst der Moment, in dem ich alle meine Leute am 7.8. wieder in die Arme schließe schwer mithalten. In wie fern ich im Anschluss meine geplante erste 34iger-Saison voll bekomme wird sich zeigen, kam doch gestern die leider zu erwartende Absage für die Auswärtsdauerkarte. Die „0“ aus der letzten Saison und 900 Mitbewerbern sei dank. So werde ich halt wieder versuchen das zu fahren was Kartenmäßig drin ist und nächstes Jahr einen neuen Anlauf nehmen.

Zum eigentlichen Thema: In 3 ½ Stunden geht’s los. Das WM-Halbfinale Deutschland gegen Spanien. Vorhin bin ich im SG-Forum auf einen Beitrag gestoßen, der auf die Kritik der Userschaft an Team und Coach von vor knapp 4 Wochen aufmerksam machte. Recht hat der Gute Phil und auch ich fühlte mich angesprochen. Doch ist es nicht das Typische am Fußball? Man glaubt als Fan zunächst es einfach besser zu wissen, schimpft, wenn etwas nicht der eigenen Vorstellung entspricht und wenn es dann noch mit der sowieso nicht allzu populären Nationalmannschaft zu tun hat, ist der Stammtisch eröffnet.

So ließ auch ich mich des Öfteren zu sehr kritischen Kommentaren rund um den „Bundesschal“ und seiner so unsympathischen Truppe hinreißen. Heute muss ich feststellen: Ich bin heiß, sitze mit Trikot auf der Arbeit, habe Druck im Bauch und spüre eine ungemeine Vorfreude auf das Spiel. Es hat mich also letztlich doch noch gepackt: Das WM-Fieber, welches in Deutschland schon seit Tagen und Wochen wieder um sich greift und das wohl auch dazu führt, dass der heißblütige und enthusiastische BVB-Fan der ganzen Sache erst mal negativ gegenüber steht. Hat ja schließlich nichts mit Borussia zu tun und die Leute, die jetzt zu großen Fans werden, schauen einen in 4 Wochen wieder krumm an wenn man sagt, man fährt für 90 Minuten Fußball bis an den südlichen Rand der Republik.

Doch trotz der kontinuierlichen WM-Ignoranz meiner amerikanischen Mitbürger und dem Versuch, mich nicht allzu sehr dem Hype hinzugeben, fühle ich gerade erstmals seit knapp 2 Monaten diese Abgespanntheit. Fast so, wie vor einem wichtigen Spiel der Borussia schweifen meine Gedanken immer wieder ab und richten sich auf das Halbfinale. Wer ersetzt Müller? Kann Spanien erneut nicht ihr gesamtes Potential abrufen? Wo guck ich am Sonntag ein mögliches Finale? Etc.

Fest steht, die Weltmeisterschaft hat aus deutscher Sicht wieder mal Spaß gemacht. Ein junges Team welches (den Torwart mal ausgenommen) überwiegend sympathisch daherkommt und der Welt zeigt, dass der deutsche Fußball mehr ist als nur „Ballack“. Da werden selbst die Senioren in Michigan aufmerksam und fangen an zu fragen wann denn das nächste Spiel sei, wie viele Teams noch im Turnier sind und gegen wen es für die USA denn als nächstes ginge. Die entschuldigende Antwort das die Staaten es leider nicht bis in die Runde der letzten 4 geschafft haben, wurde nur mit einem ungläubigen Kopfschütteln kommentiert.

Ich werde also gleich den Beamer anwerfen, ESPN einschalten, dem Klinsi beim schwadronieren mit seinen amerikanischen und englischen Kollegen zuhören und dann versuchen, nicht allzu aggressiv zu werden, sollten nervige Fragen aus dem restlichen Teil des Centers kommen.

GO GERMANY!

P.S.: Ein "Ssssschlaaand" ist mir im Übrigen bislang noch nicht über die Lippen gekommen und soweit wird's hoffentlich auch nicht kommen.

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5Jul/100

Ein Anflug von Normalität!

Sie häufen sich, die Lebenszeichen rund um den geilste Verein der Welt. Das ist, auch wenn einige es nicht glauben werden, immer noch nicht die deutsche Nationalmannschaft, sondern der Ballspielverein Borussia von 1909. Dieser nahm gestern wieder den Trainingsbetrieb auf und stellte die Neuzugänge für die kommende Saison vor. Wie sehr sich der geneigte Borussia-Fan auch in WM-Zeiten nach dem BVB sehnt, zeigte die durchaus imposante Kulisse von 13000 Zuschauern im Westfalenstadion. In wie fern sich die ganze Sache für die Besucher gelohnt hat vermag ich nicht zu beurteilen, aber es ist definitiv ein gutes Gefühl zu wissen, dass es bald wieder los geht und auch die Jungs in schwarz-gelb mit der Vorbereitung angefangen haben.

Also endlich wieder Betrieb rund um den BVB, da ließ sich auch die DFL nicht lange Bitten und veröffentlichte heute den neuen Spielplan für meine "Comeback"-Saison 2010/2011. Eigentlich ein recht nettes Programm; zu Beginn kommen die Pillendreher aus Leverkusen, zum ersten Auswärtsspiel geht es zum traditionell schlechtesten (Stimmungs-)Auftritt der Saison ins Schwabenland und das einzige Bundesligaspiel während der Woche findet zu Hause statt. Außerdem müssen wir schon im Spätsommer in die Drecksstadt und haben ein Heimspiel am letzten Spieltag.

Die Details zu meiner "Wieder-zurück-und-wer-muss-schon-studieren"-Tour:

14.08.10 in Burghausen
28.08.10 in Stuttgart
18.09.10 im Lager für Aussätzige
25.09.10 in Sankt Pauli-Hamburg
16.10.10 in Köln
30.10.10 in Mainz
06.11.10 in Hannover
20.11.10 in Freiburg
04.12.10 in Nürnberg
18.12.10 in Frankfurt

15.01.11 in Leverkusen
29.01.11 in Wolfsburg
12.02.11 in Kaiserslautern
26.02.11 in München
12.03.11 in Sinsheim
09.04.11 in Hamburg
23.04.11 in Mönchengladbach-Rheydt
07.05.11 in Bremen

Zusatztermine im europäischen Umland sind für August und September geplant, genauere Infos dazu gibt es ab Anfang August. Außerdem finden natürlich regelmäßige Auftritt in der verehrten Kultstätte, dem Westfalenstadion statt.

Es geht wieder los, auf eine geile Saison, noch 40 Tage!

Euer Clemens

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1Jul/101

„Moooah, geile Zeit ey!“

Mit diesem leicht abgewandelten Lieblingsspruch der vergangenen 14 Tage möchte ich den heutigen Blog-Beitrag beginnen und euch mitteilen, dass es mir sehr schwer fallen wird, alle Ereignisse in einer würdigen Form der Öffentlichkeit, also euch zu präsentieren. Viel zu viel ist in den letzten 2 Wochen, die ich ja bekanntlich mit 3 meiner besten Freunde hier in den Staaten verbracht habe, passiert. Daher werde ich gar nicht erst versuchen, alle Sprüche und komischen Momente niederzuschreiben, wer nicht dabei war, wird es eh nicht nachvollziehen können, sondern konzentriere mich auf eine stumpfe, chronologische Wiedergabe des Erlebten.

Alles begann ziemlich unglücklich an einem Montagnachmittag, denn Hilti und Tobi verpassten in Chicago dank vierstündiger Verspätung ihren Anschluss nach Michigan und durften die Nacht in „Windy City“ verbringen. Statt bereits Abends mit Simon, dessen Flug nach Detroit unproblematisch verlaufen war, und mir das erste Bier zu genießen, erreichten die Beiden erst am Dienstagnachmittag das wunderbare Flint. Die nächsten 2 Tage verliefen bei Gerstensaft und Burgergrillen äußerst unspektakulär und entspannend.

Am Morgen des dritten Donnerstags im 6. Monat des Jahres 2010 holten Herr H. und ich unsere geliehene Kutsche vom Flughafen Flint ab, mussten aber schnell feststellen, dass die geplanten 2200 km nur schwerlich mit 4 Personen im spartanischsten aller möglichen Alamo-Kleinwagen machbar sein würden. So gönnten wir uns kurzer Hand ein Upgrade und 2 Stunden später waren wir im luxuriösen Buick Lacrosse Version 2010 auf dem Weg in Richtung Toronto.

Unproblematisch (außer leichten Blasenproblemen beim Schreiberling dieses Blogs) wurde die Grenze hinter sich gelassen und nach weiteren 2 Stunden durch die Einöde Kanadas erreichten wir also die größte Stadt des Nachbarlandes. Von Toronto habe ich ja nun mittlerweile schon einige Male begeistert berichtet und auch heute konnte die Stadt bei wunderbaren Sommerwetter überzeugen. Sightseeing, Shopping und eine Mahlzeit später wurde sich dann abends nur noch sporadisch dem Genuss des einzig wahren Fangetränks hingegeben, denn am nächsten Morgen stand zur unmenschlichen Uhrzeit von 7.30 Uhr das Spiel unserer Nationalmannschaft gegen die Serben an.

Um 7.20 Uhr klingelte also der Wecker, das über Nacht kaltgestellte DAB wurde geöffnet und der Kick begann. Das Resultat ist bekannt und der positive Eindruck vom Australien-Spiel war bei mir direkt wieder verfolgen. Gegen Nachmittag machten wir uns dann auf zu den Niagara-Fällen, welche erneut einhellig als kurzzeitig spektakulär, aber schnell langweilig werdend beurteilt wurden. Hier muss wieder einmal erwähnt werden, dass Niagara eine Stadt ist, die ohne diese zwei Klippen, von denen Wasser runter fällt, wohl gar nicht existieren würde und die Geldmacherei mit den Wasserfällen an vielen Ecken schon geradezu perverse Züge annimmt.

Von den Fällen fuhren wir also wieder zurück in die Vereinigen Staaten, wobei wir uns an der Grenze noch mit einem äußerst unfreundlichen Cop herumschlagen durften. Letztlich ging aber alles glatt und gegen Abend erreichten wir Syracuse, im Staate New York. Hier sollte es nur einen kurzen, langweiligen Zwischenstopp auf unserem Weg nach New York City geben, doch wie das so ist: Wenn man nichts erwartet, passiert letztlich doch was. Die gegenüberliegende Tanke konnte mit fairen Bierpreisen überzeugen und im Laufe des Abends kamen Herr H. und Tobi B. auf die lustige Idee, sich gegenseitig zum Ringkampf herauszufordern- plötzlich zierte die eine Hälfe meines Laptop-Bildschirms nur noch einen lustigen, bunten Riss von innen. Ohne Fremdeinwirkung, um Missverständnissen vorzubeugen. Seit Sonntag befindet sich der Laptop auf dem Weg zu Acer Deutschland und wird dort hoffentlich zu einem bezahlbaren Preis repariert. Der Schock saß tief und die letzten 5 Tage der Tour mussten nun ohne Laptop bestritten werden, ein Hoch auf die lebensrettende Erfindung von Iphone und Androit an dieser Stelle.

Am nächsten Nachmittag erreichten wir nach weiteren 6 Stunden die wohl aufregendste Stadt der westlichen Welt. Unser Hostel in Chinatown machte zunächst einen schmuddeligen Eindruck, konnte aber mit sauberen Räumen letztlich doch überzeugen. Das man nach NYC nicht dem Auto fahren sollte, bewiesen dann die Parkgebühren. Für knappe 3 Tage in einer ihrer Tiefgaragen ließen sich die Chinesen schlanke 114$ bezahlen, was einen Stundensatz von 1,60$ für das einfache Rumstehen macht. „Unverschämt“ ist dafür wohl eine noch zu beschönigte Bezeichnung. New York habe ich bereits im Sommer 2009 für eine Woche kennen gelernt und schon damals musste ich feststellen, dass das nicht so mein Fall ist. Zu laut, zu dreckig, zu aufgedreht, zu verrückt und zu stickig- besonders im Sommer! So waren auch dieses Jahre bei durchschnittlich 30° gerade die engen Straßen in Manhattan, U-Bahn-Schächte und Chinatown kaum zu ertragen. Die Luft steht, der Abfall und tausende von Menschen erzeugen einen ekligen Gestank, und man freut sich eigentlich nur auf das klimatisierte Herbergszimmer. Nicht desto trotz haben wir natürlich das komplette Touri-Programm durchgezogen, und besonders der Sonntag, an dem wir mit der bereits Blog-bekannten Bostonerin Kathi ein weiteres bekanntes Gesicht in unserer Mitte begrüßten konnten, hat definitiv zu gefallen gewusst. Central Park, Freiheitsstatue, Ground Zero und eine Niederlage der Yankees sorgten für einen schönen Tag, der am Abend sicherlich seinen Höhepunkt fand. Gemeinsam mit unseren beiden ansprechenden Zimmergenossinnen zelebrierten wir auf dem Dach unseres Hostels bei Bier und guter Musik eine außergewöhnlich gute Nacht, an dem zu späterer Stunde auch die zivi-erpropte Leber des Ein- oder Anderen nicht mehr standhalten konnte.

Am nächsten Morgen wurde dementsprechend erst mal Aufarbeitung der Ereignisse betrieben, und nach einem ausgewogenen Frühstück der Marke „Subway“ konnten wir uns zu einer letzten Tour durch die Straßen New Yorks bewegen. Shopping und der Besuch des besten BBQ-Restaurants von Manhattan standen auf dem Programm. Das von Hilti und mir entdeckte Texas-Restaurant am Broadway konnte mit seinem Earl-Bird-Special total gefallen und auch die letzten Kater-Spuren vertreiben. Der letzte Abend ging dann recht früh zu Ende, denn am nächsten Morgen sollte es früh auf die nächste Etappe gehen.

Um 8 Uhr verließen wir also, beeinträchtigt durch die morgendliche Rushhour, die Stadt „die niemals schläft.“ Für die beiden Erstbesucher Tobi und Simon dürfte es sicherlich sehr beeindruckend gewesen sein, für mich persönlich steht fest, dass ich dort so schnell nicht wieder aufschlagen muss. Neben den o.g. Punkten kommen nämlich noch die übertriebenen Wohn- und Lebenskosten hinzu, und schon kannst du dir den Kurztrip nach New York nur mit dicker Brieftasche oder gut gefüllten Konto leisten. Beides, das sei an dieser Stelle angemerkt, besitze ich nicht, so dass der Ausflug letztlich nur finanziell ein Großereignis darstellte.

Nun gut, New York City hinter uns gelassen war das nächste Ziel erneut New York, doch dieses Mal wieder der Staat. Ein kleiner Campingplatz direkt am Lake Eire, dem viertgrößten See der USA, sollte für die nächsten 2 Nächte für entspannte Atmosphäre nach dem Stress der Großstadt sorgen. Gegen 17 Uhr, also knapp 9 Stunden Fahrt, erreichten wird das kleine Örtchen Westfield und waren begeistert. Lediglich das Fehlen weiblicher Zivilisation im näheren Umkreis unseres Domizils wusste zu missfallen, wurde aber durch einen grandiosen Platz, die Nähe zum Wasser und dem schönsten Ort der Tour wieder gutgemacht. Bei Dosenbier, Grillgut und dem angekündigten Gewitter trotzenden Sonnenschein genossen wir also den ersten Abend und bauten langsame Anspannung für das letzte Gruppenspiel der Nationalmannschaft am nächsten Tag auf.

Ja, auch mich hatte es dann letztlich doch so ein bisschen gepackt. Fern ab von Public-Viewing und Fußballtouristen kann so eine junge, frisch aufspielende Mannschaft dann doch einiges. Neuer bleibt natürlich ne F**** und den Bundesschal kann ich auch noch lange nicht leiden, aber spätestens seitdem wir die Tommys so herrlich nach Hause geschickt haben, muss auch ich zugeben im Deutschland-Fieber zu sein. Allerdings bleibt auch mein Pessimismus erhalten und der sagt ganz klar, dass die argentinische Offensive uns am Samstag (mal wieder ein Morgenspiel *grummel*) nach Hause schicken wird. Bislang bin ich damit ganz gut gefahren und das Gegenteil ist eingetreten. Darf gerne wieder passieren, ansonsten freue ich mich halt am Montag endlich zu erfahren, wann es für den schönsten Verein der Welt gegen wen gilt, dann wird nämlich der Bundesligaspielplan 2010/2011 präsentiert.

Zurück zur Tour.

Der Mittwoch stand an und wieder sollte es zunächst ein typischer Campingtag werden, bis wir uns irgendwann Richtung Wasser aufmachten und dort feststellten, dass dort eine wunderbare Schieferbucht zum chillen einlädt und ein kleiner Bach am gesamten Campingplatz entlang verläuft. Hier verbrachten wir also den Vormittag damit, in der Sonne zu relaxen und später am Nachmittag schwimmen zu gehen. Zwischendurch schlug Deutschland die Ghanaer, was uns zu Jubelarien verleitete und die Amerikaner (die wohl überwiegend gar nicht wussten, was wir da gucken) extrem erschreckte. Hat Spaß gemacht. Abends begann dann langsam aber sicher der ungemütliche Teil, denn die Gewitterwolken mehrten sich und unser Zelt konnte man leider nicht als allzu sturmsicher bezeichnen. So kam es wie es kommen musste: Gegen 1 Uhr Nachts lösten wir die gesamte Konstruktion auf und machten uns auf den knapp 7- stündigen Rückweg nach Flint.

Dort hauten wir uns dann erst mal bis Mittags aufs Ohr, um schließlich das Ausscheiden der Italiener bei einer gelungenen Shopping-Tour zu feiern. Hier bewiesen besonders die 3 Gäste ein besonders Geschick in der Disziplin „Geld ausgeben“ und der gerade erst geleerte Kofferraum drohte erneut überfüllt zu werden. Die letzten Tage kann man abkürzen. Viel Sonne, viel Bier, sehr viele gute Sprüche, kein Bund fürs Leben als Highlight des Freitags und die Einführung des Wortes „Akinci“ für jegliche Form von Gefühlsausbruch. Sonntagmorgen verabschiedete sich Simon dann von uns, wenig später die Engländer von der WM und am Nachmittag noch Hilti und ich, da wir uns einen kurzen Abstecher ins Henry Ford Museum gönnten. War der Besuch an sich unspektakulär (von Hiltis gelegentlichen Ausbrüchen beim Anblick von besonders netten Autos oder Flugzeugen mal abgesehen), so konnte die Evakuierung direkt nach Betreten des Geländes schon einiges. Einen Tornoadoalarm hab auch ich bislang noch nie erlebt und statt in den Ausstellungshallen sahen wir uns plötzlich in gesicherten Vorräumen wieder. Nach einer Stunde war alles vorbei, wir konnten in die Hallen und hatten immerhin 18$/Person Eintrittsgeld gespart. Spektakuläres Geizen nennt man so etwas dann wohl.

Montag stand dann der Abschied der beiden Verbliebenen an, und dann waren die schönsten 2 Wochen des gesamten Auslandsjahres auch schon wieder vorbei. Dieses Fazit ist zwar auf der einen Seite sehr schön, auf der anderen Seite auch bedenklich, wenn nämlich trotz zahlreicher Urlaube und einigen schönen Erfahrungen hier vor Ort die Zeit mit den gewohnten Leuten direkt zum schönsten Erlebnis wird... da weiß man, was man an zu Hause hat!

Die Zeit rast vor sich hin und mittlerweile gilt es nur noch 5 Wochen zu überstehen, bis es endlich wieder nach Deutschland geht. Das diese Zeit nicht Ereignislos wird, dafür wird schon der kommende Sonntag sorgen, wenn die Amerikaner den bedeutendsten ihrer Feiertage feiern. Der Independence Day steht vor der Tür, und nach meinen bisherigen Erfahrungen aus Florida wird das abendliche Feuerwerk durchaus begeistern. In 3 Wochen gehts außerdem nochmal nach Florida und das große Schlussshopping steht ebenfalls vor der Tür.

Noch 36 Tage. Eine schöne Restwoche und genießt das warme Wetter, welches endlich auch Deutschland erreicht zu haben scheint.

Schwarz-gelbe Grüße in die Heimat.

Euer Clemens

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25Jun/101

Eminem- Recovery!

Da ich momentan dank des Besuchs der "besten Menschen die ich jemals, dieses Jahr, hier in Flint zu besuch gehabt habe" nicht wirklich die Zeit und den Kopf zum Blogen habe, ich aber hier auch nicht alles einschlafen lassen möchte, gibt es heute einfach mal wieder einen Musiktipp!

Wie die Überschrift schon verlauten lässt, handelt es sich hierbei um ein ganzes Album. Eminem, mein Musikheld zur Beginn der Pupertätszeit, hat sich endlich wieder zurückgemeldet. Die letzten beiden Alben waren nicht wirklich der Bringer und das für mich beste Rap-Album des 21.Jahrhunderts liegt mittlerweile 8 Jahre zurück. "The Eminem Show" lief damals bei mir rauf und runter, jeden Tag, zu jeder Minute des Tages, ohne wirklich zu wissen was "Mr. Marshall Mathers" mir da eigentlich so erzählt.

Am Freitag kam dann "Recovery" raus und nachdem die erste Singleauskopplung schon absolute Sahne war, konnte ich es kaum erwarten, am Dienstag endlich das gesamte Album auf meinem Ipod zu haben.Seitdem läuft das Ding bei uns im Auto und beim abendlichen Chillen non-Stop! Und wozu? ZU RECHT! Verdammt, was ist das ein schönes Stück amerikanischen Hip-Hops geworden! Frisch, kräftig, mit starken Texte, dicke Beats und selbst die bisdahin von Eminem verpöhnten Features mit anderen Stars können überzeugen! So ist die erste Single "Iam not afraid" aus einer Zusammenarbeit mit Rihanna entstanden und einfach nur großartig, aber trotzdem nicht der Höhepunkt der ingesamt 17 Tracks!

Eminem war immer mein Lieblingsmusiker wenn es um amerikanischen Hip-Hop ging, doch die letzten Jahre waren frustrierend und nur dank "The Eminem Show" und "The Marshall Mathers LP" zu überstehen. Jetzt ist er zurück und hat mit "Recovery" ein Album rausgehauen, welches das Prädikat "Weltklasse" verdient und die genannte "Eminem Show" bereits von Platz 1 meiner Lieblingsplatten verdrängt hat! Wer Rap nicht komplett ablehnt und dem Englischen soweit mächtig ist, dass er  weitesgehend die Texte versteht, der wird von "Recovery" einfach nur begeistert sein. Kaufen!

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